Journal Culinaire
No. 21: Bienen und Honig

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Von der Aura der Bienen lassen sich die Meisten freudig in den Bann ziehen. Wer mit dem Imkern beginnt, wird von allen Seiten mit positiven Reaktionen überschüttet. Alle Welt scheint sich in der Bedeutung der Bienen einig zu sein. Insgesamt betrachten wir Bienen als Einzeltier mit interesselosem Wohlgefallen.
Auf der anderen Seite der Medaille ist fast ebenso tief Skepsis eingegraben. Schmerzhaft ist der Stich der Biene, auch wenn die Gestochenen sich durch die Tatsache gerächt fühlen könnten, dass dieses Insekt seinen Stachel verlor. Doch kratzt das allgemeine Wissen über die Bienen und den Organismus, den sie gemeinsam bilden, kaum mehr als an der Oberfläche. Für Tiefe zu sorgen tritt das Journal Culinaire No. 21 Bienen und Honig an.
Der Doppeltitel signalisiert ein zweifaches Interesse. Kulinarisch bedeutsam ist der Honig, nicht seine Erzeuger. Das unterscheidet Bienen von anderen Haustieren, die zumeist auch verspeist werden. In Zeiten, in denen der Honig nahezu einziges Süßungsmittel war, wurde der Wert der Biene selbst – jenseits ihrer Fähigkeit, Honig zu liefern – gering geachtet. Nachdem der Kristallzucker aus der Zuckerrübe hauptsächliches Süßungsmittel wurde, gewann auch die Biene stärker an Aufmerksamkeit. 
Zwar ist es nicht angebracht, schwer verstörende Praktiken klein zu reden, wie die gedankenlose Vernichtung von Bienenvölkern nach erfolgter Bestäubungsleistung in Plantagen. Doch fremden Lebewesen, seien sie uns auch so fern wie Insekten, wird im Laufe der letzten Jahre eine merklich höhere Wertschätzung entgegen gebracht. Aus diesem Betrachtungswinkel könnten sich aus einer intensiveren Beschäftigung mit den Bienen Gedankengänge entwickeln, die unser Verhältnis zu den »großen« Haustieren bereichern. Denn wenn auch jene auf den ersten Blick domestizierter erscheinen, sind sie uns doch fremder, als wir wahrhaben wollen.
(Lokal erhältlich auch bei KASSELER STADTHONIG, V. Hernández, Holländische Str. 82)

 

 

BIENEN
Piotr Socha

Ein wunderbares Bilder-Lernbuch für Kind und Kindgebliebene: BIENEN von Piotr Socha. Das Werk ist gerade in der deutschen Übersetzung erschienen, herausgegeben vom Gerstenberg Verlag (für 24,95€). Die bunten Illustrationen muten etwas an, als wäre das Buch im Schulatlasformat für Kinder gedacht. Weit gefehlt!!!

»Die Zeichnungen sind witzig, bunt und werden im Gedächtnis bleiben. Socha versteht es, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse in sein Buch einfließen zu lassen, ohne dabei zu langweilen.«
Deutsches Bienen Journal


(Lokal erhältlich auch bei KASSELER STADTHONIG, V. Hernández, Holländische Str. 82)

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EINFACH IMKERN,
Dr. Gerhard Liebig

Bücher gibt es viele und manche sind genial allein wegen ihres Titels. Ein Beispiel dafür ist: EINFACH IMKERN von Dr. Gerhard Liebig, (Eigenverlag). Der Titel suggeriert dem unbedarften Leser, dass sich in diesem Buch eben ein Schlüssel für die hochkomplexe Bienenführung befindet – Dem ist nicht so. Statt dessen geht das Buch allein auf die vom Autor entwickelte Liebig-Beute ein. Andere Beutensysteme finden darin keine Beachtung. Es handelt sich demnach nicht um eine allgemeine Einführung, die der einfachen Annäherung an die Imkerei dient.

 

NATÜRLICH IMKERN IN GROSSRAUMBEUTEN,
Dr. Melanie von Orlow 

Dieses Buch bietet einen guten Leitfaden für interessierte Laien, Neu- und bereits imkernde JungimkerInnen. Selbst "alte Imkerhasen" oder mit Fachliteratur gut bestückte und belesene ImkerInnen entdecken hier und da etwas Neues. Besonders interessant ist das Buch für diejenigen, die auf der Suche nach einem neuen Beutensystem mit passender Betriebsweise sind. Hierzu finden sich eine Fülle von Informationen und viele Tipps gerade auch für ImkerInnen, die aus gesundheitlichen Gründen umsteigen wollen oder müssen.

 

Imkern mit Dadant und Mini-Plus,
Reiner Schwarz

Bildschirmfoto_2016-07-29_um_05.40.58.pngReiner Schwarz imkert wie in Kassel viele im Dadant-Format. Dadant bedeutet: ein großer Brutraum und mehrere halbe Honigräume darüber. Das Büchlein ist nicht für Anfänger, sondern setzt Kenntnisse in der Bienenhaltung voraus. Schnörkellos geht es mit der Dadantbeute durch das Jahr, thematisch gefolgt von Königinnenzucht, Tipps zu Begattungskästchen, Ablegerbildung, Königinnen zusetzen. Mit Dadant verbindet man ja die Haltung der in Nordhessen weit verbreiteten Buckfastbiene. Aber auch ein anerkannter Carnica-Reinzüchter kommt in einem Gastbeitrag zu Wort. Michael Plein aus dem Saarland skizziert seine Betriebsweise –– er imkert ebenfalls in Dadant.
(Lokal erhältlich auch bei KASSELER STADTHONIG, V. Hernández, Holländische Str. 82)

 

 

 


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