An den Vorstand des Imkervereins Kassel e.V.
mit Bitte um Weiterleitung an die Mitglieder:


Kassel, 22.06.2016
 

Sehr geehrter Herr Hernández,


hinsichtlich der diesjährigen Varroa-Behandlung wende ich mich in Ihrer Funktion als Vorsitzender des Imkervereins Kassel an Sie: Aufgrund der milden Witterung in den vergangenen 3 Winterhalbjahren, wo vielfach keine Brutpause der Völker stattfand, ist mit einer verschärften Varroa-Problematik zu rechnen. Aufgrund der hohen Dichte an Bienenständen in der Stadt Kassel (rund 2 Bienenstände pro km2) ist im Stadtgebiet in besonderem Maße mit einer Verschleppung der Milben zwischen den aufgestellten Völkern und infolgedessen mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für starke Völkerschwächungen oder Totalzusammenbrüchen in der zweiten Jahreshälfte zu rechnen.

Ich werde daher in Kürze (voraussichtlich übernächste Woche) eine Allgemeinverfügung bezüglich einer verpflichtenden Varroa-Behandlung für Bienenvölker, die in der Stadt Kassel aufgestellt sind, erlassen.
Tenor der Allgemeinverfügung wird sein:


1. Für in der Stadt Kassel gehaltene Bienenvölker wird für das Jahr 2016 eine Behandlung gegen Varroamilben unter Kontrolle des Behandlungserfolges (z. B. Gemüllprobe) angeordnet.


2. Die Bienenhalter haben die Behandlung spätestens am 30. Juli als Sommerbehandlung, im August/September als Nachsommerbehandlung zu beginnen und in der brutfreien Zeit ggf. als Winterbehandlung (November o. Dezember) fortzuführen.

3. Für die Behandlung dürfen ausschließlich dafür zugelassene Tierarzneimittel eingesetzt werden. Bei der Anwendung der Mittel haben sich die Bienenhalter nach den Angaben der Arzneimittelhersteller zu richten. Die Behandlung ist im Bestandsbuch zu dokumentieren, soweit es sich um apotheken- oder verschreibungspflichtige Tierarzneimittel handelt.

Leider werden teilweise noch immer verbotswidrig Säuren in technischer Qualität zur Varroa-Behandlung eingesetzt. Diese technischen Säuren enthalten jedoch teilweise beachtliche Mengen an Verunreinigungen, u. a. spielen auch Schwermetall-Verunreinigungen eine Rolle. Unabhängig davon, dass der Imker beim Einsatz technischer Säuren gegen das Arzneimittelgesetz verstößt, können die Verunreinigungen – insbesondere die Schwermetalle – zu einer Belastung der Bienen und auch des Honigs führen. Die Veterinärämter sind verpflichtet, im Rahmen arzneimittelrechtlicher Kontrollen darauf zu achten, dass nur zugelassene Mittel („ad us. vet.“) zur Varroa-Behandlung angewendet werden.
Um sicherzustellen, dass nur zugelassene Mittel eingesetzt werden, bietet es sich an, dass der Imkerverein im Rahmen einer Sammelbestellung den Bedarf an Varroa-Mitteln bei den Imkern abfragt. Im Rahmen einer solchen Sammelbestellung werden auch sog. Vereins- und Behördenrabatte erteilt. In der Anlage habe ich Ihnen eine Bestell-Liste beigefügt (Rabattpreise sind jeweils angegeben). Nach der Bedarfsabfrage können die freiverkäuflichen Mittel „Ameisensäure 60%“ und „Milchsäure 15%“ direkt durch dem Imkerverein bestellt werden. Die „Oxalsäure 3,5%“ sowie die Präparate „ApiLifeVAR“ (Thymol) und „Bayvarol“ können aus arzneimittelrechtlichen Gründen nur durch das Veterinäramt bestellt und ausgegeben werden (diese Mittel können nach derzeitigem Stand nur Imker bestellen, die Bienen in der Stadt Kassel aufgestellt haben, da sich die Allgemeinverfügung nur auf das städtische Gebiet bezieht). Bitte teilen Sie mir den Bedarf an „Oxalsäure 3,5%“ sowie „ApiLifeVAR“ (Thymol) und „Bayvarol“ nach Ende der Abfrage mit.

Für Rückfragen stehe ich selbstverständlich gerne zur Verfügung (vom 20. – 27.06.2016 bin ich allerdings nicht im Hause).

Ich wünsche allen Imkern bereits jetzt einen erfolgreichen Trachtabschluss und einen guten Start ins neue Bienenjahr.

Freundliche Grüße,

Dr. Heiko Purkl
Stadt Kassel
Lebensmittelüberwachung und Tiergesundheit
- Tierseuchenbekämpfung, Tierarzneimittelüberwachung und Fachkonzepte -

34112 Kassel

Tel.: 0561 / 787-3332
Fax: 0561 / 787-3335
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Anhänge:

Merkblatt - Grundkonzept Varroabehandlung
Merkblatt - Ameisensäurebehandlung
Merkblatt - Oxalsäurebehandlung
Merkblatt - Thymolbehandlung
Merkblatt - Milchsäurebehandlung

Produktinfo Ameisensäure 60%
Produktinfo Oxalsäure 3,5%
Produktinfo Thymol-ApiLife Var
Produktinfo Bayvarol

Zusatzinfo Bayvarol
Zusatzinfo Thymol-ApiLife Var

 

Angebotsliste Nassenheider-Verdunster


SAMMELBESTELLUNG FÜR IMKER,
DIE BIENEN IN DER STADT KASSEL AUFSTELLEN 

 

Totalbauerneuerung Martin Weber

Unser Kasseler Imkerberater, Martin Weber, ist einer der erfolgreichsten Bienenhalter der Region. Viele Einsteiger hat er bereits in die Imkerei eingeführt und sein langjähriges Wissen selbstlos mit ihnen geteilt. Einen imkerlichen Kniff, den er immer wieder gerne vorführt ist die Totalbau-Erneuerung. Dabei werden die Völker auf komplett neues Mittelwände gesetzt. Auch die Beuten werden ausgetauscht. Die Maßnahme hilft vorallem bei der Völkerhygiene. Da die Brutwaben vollständig entnommen werden, werden im gleichen Zuge auch Ableger gebildet. Wenn dann noch zum richtigen Zeitpunkt behandelt wird, ist die Maßnahme selbstredend ein effektiver Schlag gegen die Varroa!

Um die Handgriffe zu verstehen, hiflt es, neben der Anleitung auch einmal die praktische Demonstration verfolgt zu haben. Martin Weber bietet das am 2. Juli um 11 Uhr  in seinem Kleingarten im KGV Volkswohl (Fasanenhof) an.
(Er bittet um telefonische Anmeldung: 0561*873795). 

 

Wer vorhat, dieses Verfahren in diesem Jahr noch anzuwenden, der sollte schon saubere Beuten und saubere Rähmchen mit Mittelwänden vorbereiten. Denn der richtige Zeitpunkt ist Ende Juni / Anfang Juli.

 

Anfahrtsbeschreibung:


Navi.: Kassel, Simmershäuser Str. 106, und dann weiter, nach den Schildern "Imker" 
oder Kassel, Ihringshäuser Straße, Stadt auswärts bis Endstation der Straßenbahn, dort in die Wielandstraße einbiegen, "Lidl-Markt", dort geradeaus, am Ende der Straße nach rechts, dann ca. 200 m gerade aus, dann nach links in das Gartengelände einbiegen, ca. nach 200 m kommt rechts ein großer Parkplatz, Ziel erreicht. Es werden wieder ab Wielandstraße/Simmershäuser Straße Schilder mit der Aufschrift "Imker" angebracht.

 

 

 

 

 

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Northeim (lpd/usj) - Saumbiotope sind für die Landwirtschaft und für den Naturhaushalt wichtig. Sie müssen vor allem in der Brut- und Setzzeit vom 1. April bis 15. Juli von Schlegelmähern verschont bleiben.

Auch das Befahren der Biotopstreifen neben der Fahrspur ohne zwingenden Grund stellt einen Verstoß gegen die Naturschutzvorschriften dar, welcher als Ordnungswidrigkeit mit einer empfindlichen Geldbuße geahndet werden kann.

Die Erhaltung der neben bewirtschafteten Flächen gelegenen natürlich begrünten Weg-, Feld- und Wiesenränder ist wichtig für viele nützliche Tiere und seltene Pflanzen. Diese wertvollen Flächen der Saumbiotope dürfen weder rechtswidrig umgebrochen noch mit Dünge- oder Pflanzenschutzmitteln behandelt werden. Saumbiotope können sowohl aus ebenen Geländestreifen als auch aus Böschungen, den Schräghängen offener Gräben und Heckengelände bestehen.

Der Landkreis fordert deshalb alle Betroffenen auf, Saumbiotope, die über die Eigentumsgrenzen der Ackerflächen hinaus überpflügt wurden, in den ursprünglichen Zustand zu versetzen.

Schließlich erfüllen diese wertvollen Landschaftsteile wichtige Funktionen für die Erhaltung von Tieren und Pflanzen. Saumbiotope bieten unserer Tierwelt sowohl Nahrungsquellen in Form von Blütenpflanzen, Samen und Äsung als auch Wohn-, Nist- oder Zufluchtsstätten und Deckung. Hier leben wichtige Nützlinge wie Wildbienen und Hummeln als Bestäuber unserer Kulturpflanzen, Ameisen, Florfliegen, verschiedene Singvogelarten und Rebhühner sowie Igel und Feldhasen. Viele Tiere, wie der Igel, überwintern dort auch.

Um einen größtmöglichen Schutz der dort lebenden Tiere zu gewährleisten, sollten die Saumbiotope folgendermaßen behandelt werden:

* Vor der Ernte sollten nur die Überfahrten und nach der Raps- oder Getreideernte -ab 15. August- die Ränder an der Feldseite bei Bedarf abgemäht werden.

* Wegseitenräume und Gräben sollten, falls nötig, erst ab Mitte September und Gräben nur an der Feldseite geschröpft werden.

* Böschungen als besonders wichtige Lebensstätten sollten grundsätzlich geschont werden. Etwaige Areale mit Problemkräutern sollten punktuell unter Schonung der übrigen Fläche gemäht werden.

* Bei Mähgeräten - nach Möglichkeit keine Schlegelgeräte - ist die Einstellung der Schnitthöhe so hoch wie möglich vorzunehmen, um dort vorkommenden Tieren eine Überlebenschance zu bieten.

* Grundsätzlich sollten erforderliche Mäharbeiten zu einem möglichst späten Zeitpunkt in schonender Weise unter Berücksichtigung der Extensiv- und Intensiv-Pflegeflächen durchgeführt werden

Für Jeden, der heute in Natur und Landschaft tätig ist, muss der dramatische Rückgang von früher so auffälligen Tieren der Kulturlandschaft wie Rebhuhn, Feldhase und sogar Feldlerche sowie von vielen weniger auffälligen Tieren ein Alarmsignal sein. Dies sollte Anlass zu größtmöglicher Rücksichtnahme sein. Schließlich dient dieser Lebensraum auch der Lebensqualität des Menschen. Die abwechslungsreiche Landschaft mit einer möglichst großen Artenvielfalt in der Feldmark gilt es daher unbedingt zu erhalten.

So ist im Bundesnaturschutzgesetz festgeschriebenen, dass sich jeder sich so zu verhalten hat, dass Natur und Landschaft nicht mehr als nach den Umständen unvermeidbar beeinträchtigt werden.

Weitere Informationen: Untere Naturschutzbehörde Landkreis Northeim, Tel. 05551-708136.

 

 

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