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Northeim (lpd/usj) - Saumbiotope sind für die Landwirtschaft und für den Naturhaushalt wichtig. Sie müssen vor allem in der Brut- und Setzzeit vom 1. April bis 15. Juli von Schlegelmähern verschont bleiben.

Auch das Befahren der Biotopstreifen neben der Fahrspur ohne zwingenden Grund stellt einen Verstoß gegen die Naturschutzvorschriften dar, welcher als Ordnungswidrigkeit mit einer empfindlichen Geldbuße geahndet werden kann.

Die Erhaltung der neben bewirtschafteten Flächen gelegenen natürlich begrünten Weg-, Feld- und Wiesenränder ist wichtig für viele nützliche Tiere und seltene Pflanzen. Diese wertvollen Flächen der Saumbiotope dürfen weder rechtswidrig umgebrochen noch mit Dünge- oder Pflanzenschutzmitteln behandelt werden. Saumbiotope können sowohl aus ebenen Geländestreifen als auch aus Böschungen, den Schräghängen offener Gräben und Heckengelände bestehen.

Der Landkreis fordert deshalb alle Betroffenen auf, Saumbiotope, die über die Eigentumsgrenzen der Ackerflächen hinaus überpflügt wurden, in den ursprünglichen Zustand zu versetzen.

Schließlich erfüllen diese wertvollen Landschaftsteile wichtige Funktionen für die Erhaltung von Tieren und Pflanzen. Saumbiotope bieten unserer Tierwelt sowohl Nahrungsquellen in Form von Blütenpflanzen, Samen und Äsung als auch Wohn-, Nist- oder Zufluchtsstätten und Deckung. Hier leben wichtige Nützlinge wie Wildbienen und Hummeln als Bestäuber unserer Kulturpflanzen, Ameisen, Florfliegen, verschiedene Singvogelarten und Rebhühner sowie Igel und Feldhasen. Viele Tiere, wie der Igel, überwintern dort auch.

Um einen größtmöglichen Schutz der dort lebenden Tiere zu gewährleisten, sollten die Saumbiotope folgendermaßen behandelt werden:

* Vor der Ernte sollten nur die Überfahrten und nach der Raps- oder Getreideernte -ab 15. August- die Ränder an der Feldseite bei Bedarf abgemäht werden.

* Wegseitenräume und Gräben sollten, falls nötig, erst ab Mitte September und Gräben nur an der Feldseite geschröpft werden.

* Böschungen als besonders wichtige Lebensstätten sollten grundsätzlich geschont werden. Etwaige Areale mit Problemkräutern sollten punktuell unter Schonung der übrigen Fläche gemäht werden.

* Bei Mähgeräten - nach Möglichkeit keine Schlegelgeräte - ist die Einstellung der Schnitthöhe so hoch wie möglich vorzunehmen, um dort vorkommenden Tieren eine Überlebenschance zu bieten.

* Grundsätzlich sollten erforderliche Mäharbeiten zu einem möglichst späten Zeitpunkt in schonender Weise unter Berücksichtigung der Extensiv- und Intensiv-Pflegeflächen durchgeführt werden

Für Jeden, der heute in Natur und Landschaft tätig ist, muss der dramatische Rückgang von früher so auffälligen Tieren der Kulturlandschaft wie Rebhuhn, Feldhase und sogar Feldlerche sowie von vielen weniger auffälligen Tieren ein Alarmsignal sein. Dies sollte Anlass zu größtmöglicher Rücksichtnahme sein. Schließlich dient dieser Lebensraum auch der Lebensqualität des Menschen. Die abwechslungsreiche Landschaft mit einer möglichst großen Artenvielfalt in der Feldmark gilt es daher unbedingt zu erhalten.

So ist im Bundesnaturschutzgesetz festgeschriebenen, dass sich jeder sich so zu verhalten hat, dass Natur und Landschaft nicht mehr als nach den Umständen unvermeidbar beeinträchtigt werden.

Weitere Informationen: Untere Naturschutzbehörde Landkreis Northeim, Tel. 05551-708136.

 

 

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